Jonathan Stolze
Jonathan Stolze

Geschäftsführer
JSGRAFIK, Agentur für Marketing und Kommunikation

Frage unitedbase:
Setzt Ihr Unternehmen im Internetzeitalter noch auf „offline“ Marketing- und Vertriebskanäle (Telemarketing, postalisches Marketing, …)?

Antwort Herr Jonathan Stolze:
Gerade in unserer Zeit, in der die digitale Kommunikation längst Normalität ist, gewinnen analoge Anspracheformen an Reiz. Sie machen zwar deutlich mehr Aufwand als Online-Kanäle, aber genau das macht sie interessant, denn dadurch werden sie weniger genutzt und werden zu einer Rarität – etwas Besonderem. Wir bewegen uns im B2B-Bereich, wir sprechen keinen Massenmarkt an. Dadurch ist das analoge Direktmarketing für uns nach wie vor rentabel und wird von unseren Kunden und Hoffentlich-Bald-Kunden sehr geschätzt. Das liegt wohl vor allem daran, dass unsere Ansprachen nicht als Werbung wahrgenommen werden.

Frage unitedbase:
Auf welchen Werbekanal können Sie in Ihrem Unternehmen nicht verzichten?

Antwort Herr Jonathan Stolze:
Wir möchten auf kaum einen unserer Kanäle verzichten. Der wichtigste ist jedoch das klassische Empfehlungsmarketing – alias Mund-zu-Mund.

Frage unitedbase:
Welche maßgeblichen Veränderungen sehen Sie in den nächsten Jahren auf den Marketingbereich zukommen?

Antwort Herr Jonathan Stolze:
Ich bin davon überzeugt, dass zwei wesentliche Entwicklungen das Marketing der nächsten Jahre prägen werden: Zum einen wird der Einsatz von Augmented Reality immer weiter zunehmen. Der wesentliche Ansatz ist hierbei, dem Anwender ein besseres Erlebnis und einen Mehrwert zu bieten. Dadurch ist diese Technologie für den Anwender attraktiv und für den Werber ein Muss. Zum Anderen sehe ich einen noch stärkeren Zuwachs im Bereich der Marketing Automation. Durch die Automatisierung der Aktivitäten werden die Marketinganstrengungen noch effizienter werden. Es werden sich mehr und mehr diejenigen Systeme und Softwares durchsetzen, die den (potenziellen) Kunden „wirklich“ verstehen und somit eigenständig und ohne Mehraufwand für den Marketer dem Empfänger ein individuelles Erlebnis bieten, das noch besser als wir es bislang kennen auf seine persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Und trotz allem halte ich daran fest: Die analoge und persönliche Ansprache behält vor allem im B2B-Marketing ihren Wert.

Wir bedanken uns bei Herr Jonathan Stolze recht herzlich für das Interview.
Berlin, den 07.06.2019

Kategorien: Experteninterviews

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